Herr Lehmann, genauer gesagt Frank Lehmann heißt die Hauptfigur in Sven Regeners Buch „Herr Lehmann“. Der Roman spielt kurz vor dem Mauerfall der DDR. Frank, der bald 30 wird, führt seit mittlerweile 9 Jahren ein Leben in Berlin-Kreuzberg. Sein Leben spielt sich hauptsächlich in diversen Kneipen ab, wenn er nicht in einer Kneipe arbeitet, nutzt er die Zeit und stellt sich selbst an die Theke um das eine oder andere Bier zu trinken. Im Leben von Herrn Lehmann spielen Erwin, der Kneipenbesitzer des „Einfall“, jener Kneipe in der Frank arbeitet sowie weitere Personen eine wichtige Rolle in seinem Leben. Allen voran sein bester Freund Karl sowie die Köchin Katrin in die er sich relativ schnell verliebt. Neben seinem unmittelbaren Umfeld hat er Kontakt zu seinen, in Bremen lebenden Eltern, die ihn bald besuchen wollen.

Sven Regener, Sänger der Band Element of Crime, beschreibt Franks zahlreiche, verstrickte und teilweise sehr abstrakten Gedankengänge in ebenso verschachtelten und nicht aufhörenden wollenden Sätzen. Zudem wird fast jeder Gedankengang mit einem „dachte er“ abgeschlossen. So ist man nach ein paar Seiten schnell geneigt dazu, dass Buch aus der Hand zu legen. Es ist aus oben genannten Gründen wahrlich nicht einfach den Gedankengängen zu folgen. Zwar mag die Art und Weise dessen wie das Buch geschrieben ist als Stilmittel gelten und auch zu Herrn Lehmann passen. Jenes Leben, welches phasenweise ebenso aus einer lethargischen Aneinanderreihung, von sich kaum bis gar nicht ändernden Alltagserlebnissen besteht. Jedoch sollte man aufpassen, dass man diese auch nur in einem gewissen Rahmen benutzt. So wirkt diese Schilderung der Erlebnisse zwar „echt“, jedoch vergeht einem nach ein paar Seiten die Freude am Lesen. Zwar nimmt dieses gegen Ende des Buches immer mehr ab und es wird einfacher zu verfolgen worum es in dem Buch überhaupt geht, jedoch fragt man sich am Ende was das Werk aussagen soll. Für eine Aussage rund um die Geschehnisse in und um die DDR ist zu wenig Bezug auf die DDR vorhanden. Herr Lehmann ist ein Typ Mensch den es so oder ähnlich sicher zu Haufe gab und immer noch gibt, jedoch auch als Hoffnungsfunke für gleichaltrige, ebenso orientierungslose Personen vermittelt Sven Regener kaum Hoffnung. So begegnet man laut Sven Regener dem einen oder anderem Hund im Leben und vielleicht läuft man auch einem über dem Weg der der Anfang von einem neuen Leben ist.

Das Buch ist von Leander Haußmann u.a. mit Christian Ulmen als Herr Lehmann verfilmt worden,